Der Kapitän der costa concordia kapitän war Francesco Schettino. Der italienische Schiffsführer wurde weltweit bekannt, nachdem das Kreuzfahrtschiff am 13. Januar 2012 vor der Insel Giglio auf einen Felsen lief und später auf die Seite kippte. Bei dem Unglück starben 32 Menschen.
Schettino stand danach im Mittelpunkt der Ermittlungen und des Strafprozesses. 2015 wurde er zu 16 Jahren und einem Monat Haft verurteilt. 2017 bestätigte Italiens oberstes Gericht die Verurteilung endgültig. Schettino trat daraufhin seine Haft in Rom an.
Wer war der Kapitän der Costa Concordia?
Der Kapitän der Costa Concordia hieß Francesco Schettino. Er wurde am 14. November 1960 in Neapel geboren und war italienischer Schiffskapitän. Nach seiner Ausbildung im nautischen Bereich arbeitete er zunächst in der Schifffahrt und wechselte später zu Costa Crociere.
Bei der Reederei begann Schettino 2002 zunächst in einer Sicherheitsfunktion. 2006 wurde er zum Kapitän befördert und übernahm schließlich das Kommando über die Costa Concordia.
Zum Zeitpunkt des Unglücks war Schettino 51 Jahre alt. Heute ist er 65 Jahre alt.
Sein Name ist seit 2012 untrennbar mit der Havarie der Costa Concordia verbunden. Dabei sollte man zwischen seiner Rolle als Kapitän und späteren medialen Darstellungen unterscheiden: Die strafrechtliche Verantwortung wurde in einem mehrjährigen Gerichtsverfahren festgestellt und schließlich rechtskräftig bestätigt.
Was passierte mit der Costa Concordia?
Am Abend des 13. Januar 2012 befand sich die Costa Concordia auf einer Mittelmeer-Kreuzfahrt. Das Schiff war mit mehr als 4.000 Menschen an Bord unterwegs.
Vor der italienischen Insel Giglio änderte das Schiff seinen Kurs und fuhr ungewöhnlich nah an die Küste heran. Gegen 21:45 Uhr kollidierte die Costa Concordia mit einem Unterwasserfelsen. Der Rumpf wurde schwer beschädigt, Wasser drang in das Schiff ein und die Lage wurde zunehmend instabil.
Die Costa Concordia lief schließlich in Küstennähe auf Grund und bekam starke Schlagseite. Die Evakuierung dauerte mehrere Stunden.
32 Menschen kamen bei der Katastrophe ums Leben. Unter den Todesopfern befanden sich Passagiere und Besatzungsmitglieder, darunter auch zwölf Deutsche.
Die Havarie wurde international zu einem Symbol für die Gefahren von Fehlentscheidungen auf der Brücke eines großen Passagierschiffs.
Warum fuhr der Kapitän so nah an Giglio vorbei?
Eine zentrale Frage des Verfahrens war, warum die Costa Concordia so dicht an der Insel Giglio vorbeifuhr.
Das Manöver wurde häufig als „Inchino“ bezeichnet. Gemeint ist ein sogenannter Vorbeifahrgruß, bei dem ein Kreuzfahrtschiff besonders nah an einer Küste oder einem Ort vorbeifährt.
Bei der Costa Concordia führte die Kursänderung dazu, dass das Schiff in gefährliche Nähe zum Riffgebiet vor Giglio geriet. Die Gerichte sahen in Schettinos Verhalten einen wesentlichen Bestandteil der Ursachen des Unglücks.
Entscheidend ist dabei: Die spätere rechtskräftige Verurteilung beruhte nicht lediglich darauf, dass das Schiff einen Felsen berührte. Das Gericht bewertete mehrere Aspekte seines Verhaltens, darunter die Navigation, den Umgang mit der entstandenen Notlage und das vorzeitige Verlassen des Schiffes.
Hat der Kapitän die Costa Concordia verlassen?
Ja. Schettino verließ die Costa Concordia während der Evakuierung, obwohl sich noch Menschen an Bord befanden.
Dieser Punkt wurde zu einem der bekanntesten Aspekte des gesamten Falls. Besonders berühmt wurde ein Telefongespräch zwischen Schettino und Gregorio De Falco von der italienischen Küstenwache in Livorno. De Falco forderte den Kapitän nach dem Unglück eindringlich auf, wieder an Bord zu gehen und die Evakuierung zu unterstützen.
Schettino erklärte später, er sei nicht absichtlich von Bord gegangen. Seine Darstellung wurde im Verfahren jedoch nicht übernommen.
Die italienische Kassation stellte in den Begründungen zur rechtskräftigen Verurteilung fest, dass Schettino wusste, dass sich noch Menschen auf dem Schiff befanden, als er es verlassen hatte. Zudem wurde ihm vorgeworfen, seine Aufgabe als Schiffsführer zur Koordination der Rettungsmaßnahmen aufgegeben zu haben.
Wofür wurde Francesco Schettino verurteilt?
Das erstinstanzliche Gericht in Grosseto verurteilte Schettino im Februar 2015 zu 16 Jahren und einem Monat.
Zu den Verurteilungsgründen gehörten unter anderem:
- fahrlässige Tötung mehrerer Menschen,
- fahrlässige Körperverletzung,
- das fahrlässig verursachte Schiffsunglück,
- das vorzeitige Verlassen des Schiffes.
Die Staatsanwaltschaft hatte eine deutlich höhere Strafe gefordert. Sowohl die Verteidigung als auch die Anklage gingen gegen das Urteil vor.
Im Mai 2016 bestätigte das Berufungsgericht in Florenz die 16-jährige Haftstrafe. Im Mai 2017 bestätigte schließlich der italienische Kassationshof die Verurteilung. Damit war das Urteil rechtskräftig.
Schettino wurde anschließend in das Gefängnis Rebibbia in Rom gebracht.
Die wichtigsten Stationen des Gerichtsverfahrens
| Jahr | Ereignis |
|---|---|
| 2012 | Havarie der Costa Concordia vor Giglio |
| 2015 | Erstinstanzliches Urteil: 16 Jahre und 1 Monat |
| 2016 | Berufungsgericht bestätigt die Haftstrafe |
| 2017 | Kassationshof bestätigt die Verurteilung endgültig |
| 2017 | Schettino tritt seine Haft in Rebibbia an |
| 2025 | Antrag auf Halbfreiheit wird zurückgezogen |
| 2026 | Schettino wird weiterhin als Häftling in Rebibbia geführt |
Ist der Costa-Concordia-Kapitän heute noch im Gefängnis?
Nach den aktuell verfügbaren Informationen von 2026 verbüßt Francesco Schettino weiterhin seine Haftstrafe im römischen Gefängnis Rebibbia.
2025 hatte Schettino die Möglichkeit einer sogenannten Halbfreiheit prüfen lassen. Dabei können Gefangene unter bestimmten Voraussetzungen einen Teil des Tages außerhalb des Gefängnisses verbringen, beispielsweise für eine Arbeit.
Der Antrag wurde im April 2025 jedoch zurückgezogen. Nach Angaben seiner Anwältin gab es Schwierigkeiten mit dem vorgesehenen Arbeitsangebot. Das Verfahren wurde daraufhin beendet.
Wichtig ist deshalb die Unterscheidung zwischen einer Möglichkeit, Halbfreiheit zu beantragen, und einer tatsächlichen Entlassung: Schettino wurde dadurch nicht aus der Haft entlassen.
Auch aktuelle Berichte aus dem Jahr 2026 führen ihn weiterhin als Gefangenen in Rebibbia. Einen verlässlichen Hinweis darauf, dass er inzwischen vollständig aus der Haft entlassen wurde, gibt es nicht.
Was geschah mit der Costa Concordia nach dem Unglück?
Die Costa Concordia blieb nach der Havarie zunächst vor Giglio liegen. Die Bergung des riesigen Kreuzfahrtschiffs wurde zu einem technisch aufwendigen internationalen Projekt.
Im September 2013 wurde das Wrack in einer spektakulären Bergungsaktion aufgerichtet. 2014 wurde die Costa Concordia schließlich nach Genua geschleppt.
Dort begann die endgültige Zerlegung des Schiffes. Die Costa Concordia existiert daher heute nicht mehr als Kreuzfahrtschiff.
Das Unglück hatte neben den menschlichen Folgen auch erhebliche Auswirkungen auf die Diskussion über Sicherheit, Notfallmanagement und Verantwortlichkeiten auf Kreuzfahrtschiffen.
Für die deutsche Öffentlichkeit war die Katastrophe besonders relevant, weil sich unter den 32 Todesopfern auch zwölf Deutsche befanden.
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Welche Rolle spielte Gregorio De Falco?
Gregorio De Falco war damals Offizier der italienischen Küstenwache und arbeitete in der Einsatzleitung des Hafenkapitänsamtes von Livorno.
International bekannt wurde er durch sein Telefonat mit Schettino in der Nacht der Katastrophe. De Falco drängte den Kapitän, zur Costa Concordia zurückzukehren und die Situation an Bord zu koordinieren.
Das Gespräch wurde später zu einem der bekanntesten Tondokumente der Katastrophe. De Falco wurde dadurch zu einer Gegenfigur zum Kapitän Schettino: Hier der für die Rettungsmaßnahmen verantwortliche Küstenwache-Offizier, dort der Schiffsführer, der das havarierte Schiff verlassen hatte.
Der Fall zeigt zugleich, warum die Rolle eines Kapitäns bei einer Havarie weit über das reine Steuern eines Schiffes hinausgeht. In einer Notlage gehören die Koordination der Besatzung, die Kommunikation mit den Behörden und die Organisation der Evakuierung zu den entscheidenden Aufgaben.
Costa-Concordia-Kapitän Schettino: Was ist heute wichtig zu wissen?
Francesco Schettino ist heute kein aktiver Kreuzfahrtkapitän mehr. Seine Karriere als Schiffsführer ist seit der Katastrophe beendet.
Die wichtigsten Fakten lassen sich so zusammenfassen:
- Name: Francesco Schettino
- Geboren: 14. November 1960
- Nationalität: Italienisch
- Bekannt als: Kapitän der Costa Concordia
- Unglück: 13. Januar 2012 vor der Insel Giglio
- Todesopfer: 32 Menschen
- Erstinstanzliches Urteil: 16 Jahre und 1 Monat Haft
- Rechtskräftige Strafe: 16 Jahre Haft
- Haftantritt: Mai 2017
- Gefängnis: Rebibbia in Rom
- Stand 2026: Nach den aktuell verfügbaren Berichten weiterhin in Haft
Die häufig gesuchte Frage „Wer war der Kapitän der Costa Concordia?“ lässt sich damit eindeutig beantworten: Francesco Schettino.
Häufig gestellte Fragen
1. Wie hieß der Kapitän der Costa Concordia?
Der Kapitän hieß Francesco Schettino. Er führte das Schiff zum Zeitpunkt der Havarie am 13. Januar 2012.
2. Wie alt ist Francesco Schettino heute?
Francesco Schettino wurde am 14. November 1960 geboren. Im August 2026 ist er 65 Jahre alt.
3. Wie viele Menschen starben bei der Costa-Concordia-Katastrophe?
Bei der Havarie kamen 32 Menschen ums Leben.
4. Wie lange muss der Costa-Concordia-Kapitän ins Gefängnis?
Die rechtskräftige Haftstrafe für Francesco Schettino beträgt 16 Jahre.
5. Ist Francesco Schettino noch im Gefängnis?
Nach den aktuell verfügbaren Informationen aus dem Jahr 2026 verbüßt Schettino seine Strafe weiterhin im Gefängnis Rebibbia in Rom.
6. Warum wurde Schettino verurteilt?
Das Gericht verurteilte ihn unter anderem wegen fahrlässiger Tötung, fahrlässiger Körperverletzung, des fahrlässig verursachten Schiffsunglücks und des vorzeitigen Verlassens der Costa Concordia.
7. Was ist aus der Costa Concordia geworden?
Das Wrack wurde 2013 vor Giglio aufgerichtet, 2014 nach Genua geschleppt und anschließend zerlegt.
Conclusion
Der Name Francesco Schettino steht bis heute für die Havarie der Costa Concordia. Der damalige Kapitän ließ das Kreuzfahrtschiff am 13. Januar 2012 zu nah an der Insel Giglio vorbeifahren. Nach der Kollision mit einem Unterwasserfelsen geriet das Schiff in eine schwere Notlage, bei der 32 Menschen starben.
Schettino wurde nach einem mehrjährigen Gerichtsverfahren rechtskräftig zu 16 Jahren Haft verurteilt. Nach aktuellem Stand von 2026 befindet er sich weiterhin im Gefängnis Rebibbia in Rom.
Wer sich näher mit dem Fall beschäftigt, sollte deshalb nicht nur nach dem „Kapitän der Costa Concordia“ suchen, sondern auch die Ursachen der Havarie, den Ablauf der Evakuierung und die daraus gezogenen Lehren für die Sicherheit auf Kreuzfahrtschiffen betrachten.

